AR35.31-P-0550-13D Ausgleichscheibe errechnen und in Hinterachsgehäuse einlegen Meßblatt verwenden:  
    Meßblatt, Radsatzeinstellung der Hinterachse:
Bestell-Nr. B20.650.06.080.00B
 

363 589 02 21 00 601 589 00 23 00 116 589 07 21 00 116 589 01 21 00
Meßuhrhalter Meßplatte Meßvorrichtung Meßvorrichtung

   
111 589 08 23 00 115 589 05 21 00    
Meßuhrhalter Einstellehre    

1 Handelsübliche Meßuhr in Meßuhrhalter 363 589 02 21 00 einspannen und auf Meßplatte (031) 601 589 00 23 00 aufsetzen.

2 Meßuhr am Meßkörper (051b) 116 589 07 21 00 Teil 09 unter ca. 3 mm Vorspannung auf "0" einstellen, somit ist die Meßkörperhöhe "B1" eingestellt.


Von dem Meßkörper (051b) gibt es zwei Ausführungen, die sich in der Höhe um 0,46 mm unterscheiden. Die Meßkörperhöhe ist an der Stirnseite eingraviert und beträgt bei der
1. Ausführung 74,51 mm und bei der 2. Ausführung 74,05 mm. Beide Ausführungen sind zur Berechnung der Scheibendicke "S" gültig (siehe Arbeitsschritt 5 und Beispiel 1 und 2).
 
    P35.31-0441-01

3 Kegelrollenlager-Außenring (46b) auf den Kegelrollenlager-Innenring des Antriebskegelrades (47) aufstecken und Magnetplatte (020b) 116 589 01 21 00 Teil 04 anbringen.

4 Antriebskegelrad in die Meßplatte einsetzen und Antriebskegelradhöhe mit Kegelrollenlager und Magnetplatte messen.

5 Ziffer 1 im Meßblatt eintragen.
Differenz zwischen Meßkörperhöhe "B1" und Antriebskegelradhöhe mit Magnetplatte "B" ablesen.
(z. B. 1. Ausführung - 0,38 mm bei Meßkörperhöhe 74,51 mm und
2. Ausführung + 0,08 mm bei Meßkörperhöhe 74,05 mm).
 
    P35.31-0442-01


Bei einer Kegelradkopfhöhe von 39 mm ist ein Korrekturwert von 1,5 mm zu berücksichtigen:

Die Beträge der Meßwerte der Differenz zwischen "B1" und "B", die im negativen Bereich liegen (Abweichung des Zeigers der Meßuhr im Gegenuhrzeigersinn) sind zum Korrekturwert zu addieren
(z. B. Meßwert - 0,38 mm mit Meßkörperhöhe 74,51 mm gemessen ergibt:
1,5 mm + 0,38 mm = 1,88 mm).

Die Beträge der Meßwerte der Differenz zwischen "B1" und "B", die im positiven Bereich liegen (Abweichung des Zeigers der Meßuhr im Uhrzeigersinn) sind vom Korrekturwert zu subtrahieren
(z. B. Meßwert + 0,08 mm mit Meßkörperhöhe 74,05 mm gemessen ergibt:
1,5 mm - 0,08 mm = 1,42 mm).


6 Den so errechneten Wert im Meßblatt unter Ziffer 1 eintragen.

7 Ziffer 2 im Meßblatt eintragen.
Grundabweichung "a" des Antriebskegelrades (+ bzw. -) ablesen und unter Ziffer 2
(z. B. +0,15) im Meßblatt eintragen.

8 Zwischensumme im Meßblatt errechnen.
Werte von Ziffer 1 und 2 je nach Vorzeichen (+) oder (-) des Wertes am Antriebskegelrad, addieren (+) bzw. subtrahieren (-).
 
    P35.31-0443-01

9 Meßkörper (051b) 116 589 07 21 00 Teil 09 der Meßvorrichtung in das Hinterachsgehäuse einsetzen. Meßkörper mit Befestigungsstück 116 589 07 21 00
Teil 01 und Sechskantmutter verschrauben.
 
    P35.31-0444-01

10 Meßuhr mit Meßuhrhalter (022) 111 589 08 23 00 in die Einstellehre (023)
115 589 05 21 00 einsetzen und unter 3 mm Vorspannung auf "0" stellen.
 
    P35.31-0445-01

11 Meßvorrichtung (020a) 116 589 01 21 00 Teil 01 in die linke Bohrung des Hinterachsgehäuses einsetzen und festschrauben.

12 Meßuhrhalter (022) mit Meßuhr in Meßvorrichtung einführen und Abweichung ablesen.
 
    P35.31-0446-01

13 Ziffer 3 im Meßblatt eintragen.
Differenz "A1" zwischen eingestelltem Lehrenmaß und Meßkörperstirnseite messen und unter Ziffer 3 (z. B. bei Meßkörperhöhe 74,51 mm:
+ 0,04 mm gemessen und somit in Plusrichtung bzw.
bei Meßkörperhöhe 74,05 mm :
- 0,42 mm gemessen und somit in Minusrichtung)
in Plus- (+), oder Minusrichtung (-) im Meßblatt eintragen.


Die Angabe der Richtung Plus (+) oder Minus (-) ist auf die Drehrichtung des Zeigers der Meßuhr bezogen.
Die Drehrichtung, von der Nullstellung aus, entgegengesetzt dem Uhrzeigersinn bedeutet also Minus-Richtung und im Uhrzeigersinn Plus-Richtung.

14 Dicke der Ausgleichscheibe "S" im Meßblatt errechnen.
Zwischensumme der Werte aus Ziffer 1 und Ziffer 2, sowie Wert aus Ziffer 3 addieren (+) bzw. subtrahieren (-). Der errechnete Wert ergibt die Dicke der Ausgleichscheibe.
 
    P35.31-0447-02

1. Beispiel mit Kegelradkopfhöhe von 39 mm und Meßkörperhöhe 74,51 mm:

1. Differenz Meßkörperhöhe "B1" und
Antriebskegelradhöhe mit Magnetplatte "B" messen = 1,88
2. Grundabweichung "a" am Antriebskegelrad ablesen = + 0,15
= -

Zwischensumme = 2,03
3. Differenz "A1" zwischen eingestelltem Lehrenmaß
und Meßkörperstirnseite messen Minus-Richtung = +
Plus-Richtung = - 0,04

Dicke der Ausgleichscheibe "S" = 1,99




2. Beispiel mit Kegelradkopfhöhe von 39 mm und Meßkörperhöhe 74,05 mm:

1. Differenz Meßkörperhöhe "B1" und
Antriebskegelradhöhe mit Magnetplatte "B" messen = 1,42
2. Grundabweichung "a" am Antriebskegelrad ablesen = + 0,15
= -

Zwischensumme = 1,57
3. Differenz "A1" zwischen eingestelltem Lehrenmaß
und Meßkörperstirnseite messen Minus-Richtung = + 0,42
Plus-Richtung = -

Dicke der Ausgleichscheibe "S" = 1,99


15 Meßvorrichtung aus dem Hinterachsgehäuse herausnehmen und Meßkörper abmontieren.

16 Ausgleichscheibe (45) mit der errechneten Scheibendicke "S" in das Hinterachsgehäuse einlegen.


Es dürfen nur gehärtete Ausgleichscheiben verwendet werden. Sie stehen in verschiedenen Dicken zur Verfügung (siehe Teile-Microfiche). Wenn notwendig, Ausgleichscheibe entsprechend abschleifen.
 
    P35.31-0448-01